Unser Mercur

Unser Mercur im Winter kurz vor Abfahrt

Unser Reisemobil ist ein F Mercur 150 A, gebaut von der Klöckner-Humboldt-Deutz AG. F steht dabei für Frontlenker, 150 ist die Leistung in PS und A steht für Allrad. Unser Laster ist also ein Frontlenker (bei uns ein Eckhauber) mit 150 PS und permanentem Allradantrieb. Mercur ist die Modellbezeichnung.
Am 6. November 1964 erblickte unser Magirus Deutz Mercur das Licht der Welt, damals als TROWA Feuerlöschfahrzeug.

Hier ein paar technische Daten:

7,5 t zulässiges Gesamtgewicht
7 m Länge
3,5 m Höhe
2,2 m Breite
6 Zylinder
9500 cm³ Hubraum
150 PS bei 2300 U/Min
22 l/100 km Verbrauch
2 x 200 l Dieseltank
Höchstgeschwindigkeit ca. 100 km/h
Reifengröße 365/80R20
6 Sitzplätze

Nach seiner Zeit als Trockentanklöschfahrzeug bei der Berufsfeuerwehr München war unser Mercur bis 1988 bei der Freiwilligen Feuerwehr Nandlstadt als Löschgruppenfahrzeug im Einsatz.

Früher war der Mercur mit 6 Feuerwehrleuten, 1600 l Wasser und 750 kg Trockenpulver unterwegs. Als Reisemobil hat unser Mercur eine Wohnkabine hinten drauf. Sie ist komplett isoliert, nur die Fenster sind einfach verglast, und zum Fahrerhaus gibt’s einen Durchgang. Innen ist mit Küche, Sitzecke, einem großes Bett und einem kleinen Bett im Alkoven ausreichend Platz für vier Personen.

Damit das Wohnen im Mercur auch gut funktioniert, ist jede Menge Technik verbaut:

4-flammiges Gaskochfeld
40 l Kompressorkühlbox
2x 130 l Frischwassertank
80 l Abwassertank
Wasserfiltersystem mit Keramik und Aktivkohle
6 kW Diesel-Standheizung mit 11 l Wasserboiler
3x Bordbatterien mit je 75 Ah
2x Starterbatterie mit je 50 Ah
2x Solarpanels mit je 100 W Peak
220 V Ladegerät (lädt Bord- und Starterbatterien, wenn man Landstrom hat)
Solarladeregler (lädt Bord- und Starterbatterien über die Solarpanels)
Ladebooster (lädt Bordbatterien während der Fahrt über die Lichtmaschine)
Sinus-Wechselrichter (für unsere wenigen 220 V Verbraucher)
Bordcomputer zur Batterieüberwachung

Die ersten Umbauarbeiten vom Feuerwehrauto zum Reisemobil hat Robert erledigt und darüber auf seinem Blog berichtet. Mit ihm durfte unser Mercur auch seine erste Wüstenerfahrung sammeln. 2012/2013 war das Reisemobil dann mit Matthias aus Berlin samt Familie in Südamerika unterwegs.

Seit Juli 2014 gehört der Mercur uns. Dominic hat eine Menge am Laster gewerkelt und das meiste von der oben aufgezählten Ausbautechnik selbst installiert. 2015 waren wir mit dem Mercur in der Türkei, im Iran und in Marokko.

Nach unserer Elternzeitreise haben wir uns entschlossen, den Ausbau ein bisschen umzugestalten und die Fahrzeugtechnik ein wenig zu überholen. Was daraus geworden ist? Natürlich ein kompletter Ab- und Neuaufbau. Wie sollte es anders sein. Den aktuellen Stand könnt ihr in unserem Blog nachverfolgen.