10 Liter V6

Lange hat der Wiederaufbau nicht gedauert. Nach wenigen Wochen ist alles bereit. Ich rufe meinen früheren Schulfreund Richard an, der mir jetzt schon so häufig mit seinem Frontlader ausgeholfen hat. Den ehemaligen Wohnkoffer, zwei Mercur-Doppelkabinen und zwei Mercur Motoren haben wir bereits zusammen von den beiden Fahrwerken gehoben. Heute geht es in die andere Richtung. Der Motor muss wieder ins Fahrzeug eingebaut werden.

Als sie den Motor des Deutz Traktors hören, bin nicht nur ich in angespannter Vorfreude. Auch die Kinder stürmen sofort aus dem Haus, um nichts zu verpassen. Erst heben wir den Motor mit seiner knappen Tonne Gewicht aus dem Garten auf den Gehweg. Dann ziehen wir das noch leere Fahrgestell unseres zukünftigen Reise-Mercurs aus dem Zelt. Und schließlich wird’s spannend: Passt das Lochbild im Rahmen zu dem des Motors? Und bekommen wir den Motor in den Rahmen eingesetzt, ohne die vielen Leitungen (Diesel, Druckluft, Bremsen, Starterkabel, etc.) zu beschädigen. Unser Nachbar Toni kommt spontan zum Helfen dazu und dann der große Moment: Richard kommt mit dem Motor am Frontlader heran, lässt ihn ab … und er passt auf Anhieb exakt auf den Rahmen. Die ganze Aktion geht so schnell und problemlos, dass wir es selbst kaum glauben können. Der Motor sitzt im Rahmen. Langsam bekommen wir Routine. Und ein weiterer großer Schritt ist getan!

Maßarbeit
Zurück in die Fahrwerkshalle
Nach getaner Arbeit: Toni macht die letzten Checks
Wer schnurrt schöner? Mausi oder der Magirus V6?